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Schatten der Stadt

Die meisten Menschen laufen einfach vorbei.
Zu schnell. Zu beschäftigt. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um die kleinen Dinge zu bemerken.

Doch manche sehen ihn.

Einen dunklen Schatten am Ende der Gasse.
Eine Bewegung hinter beschlagenen Fenstern. Schritte auf nassem Pflaster — obwohl niemand dort sein dürfte.

Seit einigen Wochen tauchen wieder seltsame Hinweise auf.
Verblasste Zeichen. Nachrichten ohne Absender. Türen, die nachts offen stehen, obwohl sie verschlossen waren.

Niemand spricht offen darüber.
Und doch scheint jeder bereits davon gehört zu haben.

Wenn der Nebel durch die Straßen zieht und die Stadt still wird, fühlt es sich manchmal so an, als wäre etwas zurückgekehrt.
Etwas, das nie wirklich verschwunden ist.

Vielleicht ist es nur eine Geschichte.

Vielleicht aber auch nicht.